Protestantische Kirche Dannenfels

Norbert SchlichDie uns heute bekannte Kirche entstand im Jahre 1673 mit einem an der westlichen Giebelseite errichtetem Holzturm. Der heutige Glockenturm aus Mauerwerk mit dem zwiebelförmigen Dachaufsatz wurde erst im Jahre 1781/2 erbaut und misst bis zur Spitze etwa 18 m.

Der Turm war bis 1845 mit zwei Glocken und einer Turmuhr bestückt. Im diesem Jahr wurden drei neue Glocken unterschiedlicher Grösse angeschafft. Im März 1917 mussten diese Glocken für Kriegszwecke abgeliefert werden. Gleich nach dem Kriegsende im Jahre 1919 konnten wieder drei neue Glocken beschafft werden.

Während des zweiten Weltkrieges, im März 1943, musste die grosse und mittlere Glocke abmontiert werden. Schon bald nach der Währungsreform konnten durch Sammlungen zwei Glocken angeschafft, die jeweils die gleichen Inschriften erhielten.

Im Glockenturm befinden sich wie vorher schon erwähnt drei Glocken unterschiedlicher Grösse und zwar:

Glocke Durchmesser Gewicht Inschrift
Grosse 118 cm 1044 kg Eine feste Burg ist unser Gott
Mittlere 92 cm 467 kg Lasset die Kinder zu mir kommen
Kleine 80 cm 260 kg Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, haltet an am Gebet

1962 wurde für das Läuten der Glocken eine elektrische Uhr eingebaut. Doch das stündliche Glockenschlagen wird nach wie vor bis zum heutigen Tag von der alten Turmuhr geregelt.

Durch eine Spende des Vereines "Kunst und Kultur e. V." konnte im November 2003 eine Aussen- beleuchtung installiert werden. In den Nachtstunden wird die Kirche und der Glockenturm mit einem mattweissem Licht angestrahlt.

Wie fast überall, wurde auch in Dannenfels der Friedhof direkt um die Kirche angelegt.

Foto: N. Schlich Bereits im Jahre 1758 installierte der bekannte Orgelbauer Stumm die jetzige Orgel. Die Gemeinde ist gerade auf diese Kostbarkeit klingender und anschaubarer Geschichte besonders stolz und hat die Orgel und die gesamte Kirche wiederholt renovieren lassen.

Südlich zum Kirchengrundstück grenzt der Pfarrgarten mit seinem schönen Pfarrhaus an. Das Pfarrhaus stammt aus dem Jahre 1778 und wird u. a. von Armin Becker in seinem Buch "Die Pfalz und die Pfälzer" lobend erwähnt.