Der Donnersberg

Der Donnersberg, der „König der Nordpfalz“, wie er vielfach genannt wird, bildet die am weitesten nach Nordosten vorgeschobene Erhebung des Nordpfälzer Berglandes. Als höchster Berg der Pfalz mit 687 m ü. NN überragt er seine Umgebung um durchschnittlich 300 m und übt somit einen bestimmenden Einfluss auf das Landschaftsbild aus.

Die von dem Berg eingenommene Bodenfläche beläuft sich auf ca. 2.400 ha, die fast vollkommen bewaldet ist. Die Ausdehnung in der Diagonale beträgt zwischen 6,5 und 7,5 km. Eingenommen oder begrenzt wird der Donnersberg von den Gemarkungen Dannenfels, Steinbach, Börrstadt mit dem Hahnweilerhof, Imsbach, Falkenstein und Marienthal. Der Name des Berges ist erstmals 869 als Thoneresberg bezeugt. Weitere Namen waren später Donarsberg, Thorsberg, Mons Jovis (Jupiter), Dornsberg u. a. Die Sprachforscher deuten ihn überwiegend als ein ehemals dem germanischen Gott Donar geweihten Berg. Neuerdings wird auch die Meinung vertreten, er leite sich von dem keltischen Wort „dunum“ (Berg) ab.

Obwohl das Donnersberggebiet im Vergleich zu seinem Vorland verhältnismässig spät besiedelt wurde, kann es eine reiche geschichtliche Vergangenheit vorweisen. Eine gewaltige keltische Ringwallanlage, fünf mittelalterliche Burgen, das Kloster St. Jakob, schliesslich die Bauten der Neuzeit dokumentieren die Bedeutung des Berges zu allen Zeiten. In der napoleonischen Zeit wurde nach ihm das die Pfalz und Rheinhessen umfassende Territorium „Departement du Mont Tonnere“ genannt.

Heute gibt der Berg dem Landkreis seinen Namen.